SCHWEIZ Spielbankengesetz Im Jahre 1993 hat sich das Schweizer Volk für die Liberalisierung der Spiel-banken und für eine Änderung der Bundesverfassung ausgesprochen. Mit diesem Entscheid wollte der Souverän verhindern, dass Schweizerinnen und Schweizer jährlich 300 Mio. Franken jenseits der Grenze für das Glücksspiel ausgeben. Das Spielbankengesetz passierte 1998 den langwierigen Weg durch die administrativen und politischen Instanzen und wurde am 18. Dez. 1998 vom Parlament verabschiedet. Der Bundesrat setzte es am 1. April 2000 in Kraft. Das Spielbankengesetz erlaubt den Betrieb vom Bund konzessionierter Grand Casinos (Konzession der Kategorie A) sowie Casino-Kursälen (Konzession der Kategorie B). Die Casino-Kursäle unterscheiden sich von den Grand Casinos vor allem in der Beschränkung auf maximal drei Typen von Tischspielen und Ein-schränkungen bei Einsatz und Gewinn. Der Besteuerungssatz der Casinos bewegt sich zwischen 40% und 80% des Bruttospielergebnisses (BSE). Die 19 Schweizer Casinos erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2009 einen Bruttospielertrag von über 900 Millionen Franken und lieferten damit eine Spielbankenabgabe von 479 Millionen an Bund und Kantone ab. Damit spielten die Casinos zum zweiten Mal hintereinander einen rückläufigen Bruttospielertrag ein. In ihrem 2.Bericht zur Casinolandschaft Schweiz Situation Ende 2009 empfahl die Eidg. Spielbankenkommission (ESBK)) dem Bundesrat eine Erweiterung der Spielbankenkonzessionen für die Stadt Zürich und für den Kanton Neuenburg. Der Bundesrat folgte mit seinem Entscheid vom März 2010 dieser Empfehlung und beauftragte die ESBK, bis Dezember 2010 entsprechende Konzessionsgesuche entgegen zu nehmen und bis Sommer 2011 dem Bundesrat Empfehlungen für konkrete Konzessionen zu unterbreiten. Casino Locarno, Casino Zürich und Casino La Thène Bereits bei der ersten Konzessionierungsrunde im Jahre 2001 hat Escor strategische Allianzen mit einem international erfahrenen Unternehmen gebildet, um sich die Erfahrung und die Kompetenz für das Schweizer Casino Geschäft zu sichern. Casino Locarno: Eine derartige Allianz bildet die Casino Locarno SA, an welcher Escor neben der ACE Admiral Casinos & Entertainment (Österreich) und der German Casino Management Group (Deutschland) mit 36,5 Prozent beteiligt ist. Casinò Locarno SA betreibt erfolgreich seit August 2003 das neue Casino mit B-Konzession in Locarno. Casino Zürich: Im Hinblick auf die nun eingeläutete zweite Konzessionierungsrunde durch den Bundesrat hat die Casino Zürich AG, eine 100 prozentige Tochterfirma der Casino Locarno SA, bereits seit 2004 an einem Zürcher Casinoprojekt gearbeitet. Eine gültige Baubewilligung liegt vor, so dass bereits wenige Monate nach einer allfälligen Konzessionierung mit dem Betrieb des Casinos gestartet werden könnte. Mit geplanten Investitionen von 33 Millionen Franken sieht das Projekt einen Casinobetrieb unweit das Paradeplatzes im Gebäude der alten Börse auf einer Gesamtfläche von 3'000 Quadratmetern vor. Casino Zürich AG peilt eine A-Konzession an. Damit würden bis zu 35 Spieltische und gegen 380 Spielautomaten betrieben. Casino La Thène, Neuenburg: Aus der Vogelperspektive gesehen erweist sich die Gemeinde La Thène als optimaler und beinahe einzigartiger Standort für ein Casino im Grossraum Neuenburg. Direkt neben der Autobahn - im Kreuz zwischen Neuenburg, Biel, La Chaux-de-Fonds und Murten - ist La Thène innerhalb einer halben Stunde von 450'000 Personen erreichbar. Ein Kundenpotential, das nur wenige Casinos der Schweiz vorweisen können. Entscheidend ist dabei auch der Umstand, dass innerhalb dieses Einzugsgebietes kein anderes bestehendes Casino tangiert wird, dessen bisherigen Umsätze beeinträchtigt werden könnten. Mit geplanten Investitionen von 19 Millionen Franken sieht das Projekt auf einer Gesamtfläche von 1'300 Quadratmetern den Betrieb von bis zu 12 Spieltischen und 250 Spielautomaten vor. MONTENEGRO Casino Bar, Montenegro: Montenegro ist als Kleinstaat an der adriatischen Küste seit 2009 Anwärter auf eine Mitgliedschaft in der EU. Die Regierungsverhältnisse sind seit Jahren sehr stabil und garantieren eine nachhaltige Rechtssicherheit. Der Euro als einziges Zahlungsmittel sorgt für ein investitionsfreudiges Klima in diesem soliden und äusserst zukunftsträchtigen Land. Montenegro hat sich in den letzten Jahren zu einer ausgesprochenen Tourismusdestination entwickelt. Das Land weist entlang seiner Adriaküste viele alte und wunderschöne Ortschaften auf. Die Touristen stammen grösstenteils aus dem benachbarten Italien, weiteren EU-Ländern und aus Russland. Vom nahen Serbien kommen Kurzurlauber in Massen, da dieses Land keinen Meeranstoss hat. Vor zwei Jahren verabschiedete Montenegro ein Spielbankengesetz. Dieses bis ins Detail ausformulierte Gesetz basiert im Grossen und Ganzen auf den bewährten Gesetzen einiger EU-Staaten. Die zu 100 Prozent der Escor gehörende Casino Promotion Montenegro GmbH hat am 21. Juli 2010 von der Regierung von Montenegro die definitive Konzession zum Betrieb eines Casinos in Bar erhalten. Noch am gleichen Tag wurde der Spielbetrieb eröffnet. Auf einer Fläche von 1'800 Quadratmeter und mit 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet das zu hundert Prozent der Escor gehörende Casino in Bar/Montenegro 12 Spieltische und 80 Geldspielautomaten an. Der angestrebte Bruttospielertrag für ein ordentliches Betriebsjahr liegt bei 5 bis 8 Mio. Euro. |
